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Kirchen

Pfarrkirche St. Nikolaus

Pfarrkirche bei Nacht

Auf einem Bergrücken über dem Wiesenttal gelegen, unweit der Stadt Forchheim, am Eingangstor zur Fränkischen Schweiz, grüßt der Ort Pinzberg die Besucher.

Inmitten des Dorfes erhebt sich der alte freistehende Wehrturm, der zur spätmittelalterlichen, noch teils erhaltenen Kirchenburg gehört. Erstmals wird 1371 eine Kapelle zum Hl. Nikolaus in Pinzberg erwähnt.

Die jetztige Pfarrkirche, ein Kleinod unter den Dorfkirchen im Forchheimer Raum, wurde 1730 unter betreuung von Balthasar Neumann grundlegend umgesaltet. Das Kirchenschiff wurde nach Westen hin zur Wehrmauer verlängert und der Chor neu errichtet. Die Steinhauerarbeiten führten 1731 der fürstbischöfliche Baumeister Paul Mayer aus Bamberg aus, die Stuckarbeiten an der Decke 1739 der Bamberger Hofstuckateur Jakob Franz Vogel. Pfarrer Johann Anton Kretschmann, ein Stiftskanoniker aus der Forchheimer Kollegiatstift St. Martin, das bis 1804 die Seelsorge Pinzberg innehatte, bestellte 1776 die wertvolle bis heute komplett erhaltene Rokokoausstattung beim fürstbischöflichen Bamberg Hofbildhauer Bernhard Kamm. Bei der Innenausstattung der Kirche, fällt ein BLick auf den Hochaltar. Er zeigt in der Mittelnische den Pfarrpatronen St. Nikolaus. Links davon St. Heinrich und St. Martin. Rechts St. Kunigunde und St. Otto.

Altäre und Kanzel stehen am Übergang vom Rokoko zum Klassizismus. Das Rokoko-Ornament ist im Schwinden begriffen. Motive wie das Pfeifenornament, die eckige Volute, Perlenschnur, Zahnschnitt und Lorbeerklränze kündigen den neuen Stil an, den man klassizistischen Rokoko nennt.
Der Hochaltar zeit eine Art offene Fensterarchitektur in seinem Aufbau. Die Altarmensa mit dem Tabernakel ist freistehend. Die Fassung der Altäre ist von Franz Konrad Wetzel 1786. Der linke Seitenaltar trägt in der Mittelnische die Krönung Mariens umgeben von den Aposteln und EWvangelisten. Der rechte Seitenaltar enthält in der Mittelnische die Hl. Katharina mit zerbrochenem Rad, umgeben von den 13 anderen Nothelfern und den beiden Viehpatronen Wendelin und Leonhard. Die Kanzel, die noch viel vom Rokoko hat, gehört mit zu den schönsten in der Umgebung. Eine wertvolle Darstellung ist die Hl. Maria Magdalene. Der Kreuzweg stammt aus der Zeit Mitte 19. Jahrhundert.

Von 2000 - 2003 wurde Pfarrkirche mit Wehrmauer grundlegend restauriert, der Altarbereich nach den Richtlinien des II. Vatikanums umgestaltet, eine neue Sakristei und Eingangshalle mit Taufbecken angebaut. Eingangsbereich un der Innenhof wurden neu gestaltet. Am Kirchweihfest. 10.08.2003 wurde der neue Zelebrationsaltar von Erzbischof em. Dr. Karl Braun geweiht.